Rendering des geplanten Rechenzentrums bei Birstein
Illustration: KI-generiert, Zukunft Birstein

Wir wollen ein lebenswertes Birstein – Nein zum MEGA-Rechenzentrum!!!

Wir dokumentieren — sachlich, belegbar, nachvollziehbar.

Zukunft-Birstein bündelt Fakten, benennt offene Bürgerfragen und macht es leicht, informiert zu bleiben — überparteilich und für alle.

Wir laden dazu ein, sich anhand belegter Fakten eine eigene Meinung zu bilden — und sich gemeinsam zu engagieren.

Zum Bauvorhaben
10.000 m³

Kühlwasser-Grenze

Vertraglich: Verzicht auf Grundwasserförderung, höchstens 10.000 m³ Trinkwasser pro Jahr. Der Projektentwickler nennt Luftkühlung oder einen geschlossenen Kühlkreislauf mit Wasser. Wie viel Wasser tatsächlich gebraucht wird, ist damit offen.

Quellen: Städtebaulicher Vertrag, § 2 Abs. 2; DataCenter-Insider, 04.08.2026

10,4 ha

Gewerbegebiet

Bebauungsplan „Im obersten Grünnel": 10,397 ha Gewerbegebiet, davon 8,318 ha überbaubar. Zusätzlich ~8,5 ha „Interesse" des Investors — noch nicht beschlossen.

Quellen: Umweltbericht zum Bebauungsplan (Anlage 3); Gemeinde-SWOT

2029/30

Angestrebte Inbetriebnahme

Laut Projektentwickler zwischen 2029 und 2030. Früher hieß es: Fertigstellung bis 2028.

Quelle: DataCenter-Insider, 04.08.2026

19,25 Mio. €

Wärmeenergiefonds

Gesamtförderung an die Gemeinde, Jahresbeträge max. 1,2 Mio. €. 20 Mio. € gelten nur, wenn die Gemeinde auf die Schwimmbad-Leitung verzichtet.

Quelle: Städtebaulicher Vertrag, §§ 5–8

Wert gestiegen: von 18 Millionen Euro (SWOT-Analyse, April 2026) auf 19,25 Millionen Euro Gesamtförderung laut Städtebaulichem Vertrag. Zum Zeitverlauf der Angaben.

Was uns bewegt

Das Rechenzentrum ist wirtschaftlich bedeutsam. Es bringt aber auch Fragen mit sich, die bisher nicht öffentlich beantwortet wurden.

Welche Temperaturerhöhungen im unmittelbaren und erweiterten Umfeld wurden modelliert, insbesondere bei sommerlichen Hitzeperioden?

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Wird ein großes Gaskraftwerk gebaut, das mit Abgasen, Feinstaub und Lärm verbunden ist?

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Wie soll verhindert werden, dass sich durch das Vorhaben ein lokaler Wärmeinseleffekt entwickelt oder verstärkt?

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Welche Auswirkungen hat das geplante Gaskraftwerk auf öffentliche Einrichtungen wie Schulen in der Nachbarschaft?

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Öffentlich noch unbeantwortet

Fragen, die uns Bürgern noch nicht beantwortet wurden

Wir stellen diese Fragen sachlich — nicht gegen das Projekt, sondern für eine informierte Entscheidung.

Welche Frage ist Ihnen wichtig? Ein Klick auf „Wichtig“ zählt Ihre Stimme.

01

Ist eine doppelte Netzeinspeisung aus voneinander unabhängigen Richtungen vorgesehen, und falls ja: über welche Trassen und Umspannwerke?

Unbeantwortet
02

Liegen alle für die Standort- und Projektentscheidung relevanten Fakten, Gutachten und Stellungnahmen zu städtebaulichen, umweltrechtlichen, sicherheitsrelevanten, finanzwirtschaftlichen und energiepolitischen Auswirkungen vor?

Unbeantwortet
03

Ist vorgesehen, im städtebaulichen Vertrag oder in einer anderen verbindlichen Vereinbarung ausdrücklich festzuschreiben, dass das Rechenzentrum höchstens nach Tier 3 geplant, errichtet und betrieben werden darf?

Unbeantwortet
04

Welche zusätzlichen Fahrzeuge, Spezialgeräte, Löschmittel, Messgeräte, Schutzausrüstungen, Schulungen und personellen Kapazitäten wären für die Feuerwehr wegen des Rechenzentrums und des Gaskraftwerks erforderlich?

Unbeantwortet
05

Falls der jährliche Verbrauch von Frischwasser auf 10.000 Kubikmeter begrenzt werden soll: Wie wird technisch und organisatorisch sichergestellt, dass über diese Menge hinaus keine weitere Nutzung von Frischwasser erfolgt?

Unbeantwortet
06

Ist das Gaskraftwerk nur als Übergangslösung geplant, oder soll es dauerhaft ein wesentlicher Bestandteil der Versorgung bleiben? Falls es dauerhaft vorgesehen ist: Wie will man auf eine in naher Zukunft möglicherweise auftretende Gasmangellage reagieren?

Unbeantwortet
Standbild der Windkarte: Vom Standort bei Birstein zieht die Abgasfahne als roter Fächer nach Osten über die Ortsteile Unterreichenbach, Rabenstein, Sarrod und Ulmbach; blaue Pfeile zeigen die Windrichtung.
Emissionen

Was ein Gaskraftwerk in die Luft bringt

  • Dauerhafter Ausstoß statt Netzbezug. Ein gasbetriebenes Kraftwerk verbrennt fossiles Erdgas rund um die Uhr — mit CO₂, Stickoxiden (NOₓ) und Feinstaub, die ein reiner Strombezug aus dem Netz nicht verursacht.
  • Der Wind entscheidet, wer betroffen ist. Je nach Wetterlage zieht die Abgasfahne über bewohnte Ortsteile — unsere Windkarte zeigt für jede Woche und jeden Monat, wohin.
  • Sensibler Standort. Schule und Kindergarten liegen in unmittelbarer Nähe — gerade Kinder reagieren empfindlich auf Luftschadstoffe.
Sehen, wohin der Wind die Abgase trägt →
Mitmachen

1.221 haben schon unterschrieben — machen Sie mit.

Keine Genehmigung des fossilen Kraftwerks — die Lebensqualität der Menschen vor Ort muss Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen haben.

„Das Projekt soll auf einer etwa elf Hektar großen Fläche in unmittelbarer Nähe zu unseren Schulen, Kindergärten und Wohngebieten entstehen. Kinder und Jugendliche benötigen ein sicheres, gesundes und förderliches Umfeld.“

1.221 von 4.997 Wahlberechtigten der Gemeinde Birstein — rechnerisch 24% (Quelle: Kommunalwahl 15.03.2026)

Zeichnung einer Dorfmitte: Erwachsene und Kinder stehen mit dem Rücken zum Betrachter am Dorfplatz und blicken auf Fachwerkhäuser, den großen Baum und die Felder ihres Orts.
Illustration: KI-generiert, Zukunft Birstein